Caprona - Das Vergessene Land


 

Produktion

Großbritannien/USA 1975

Regie:

Kevin Connor

Darsteller:

Doug McClure, John McEnery, Susan Penhaligen, Keith Barren, Anthony Ainley,Beelan Mulholland,

Godfrey James, Ben Howard, Roy Holder, Brian Hall, Bobby Parr, Colin Farrell, uvm.

Laufzeit:

Ca. 91 min.

Freigabe:

FSK 12

Tonformat:

Dt. / Englisch Stereo DD 2.0

Untertitel:

-

Bildformat:

1:1,85 (anamorph)

Label:

CMV Laservision

DVD-Erscheinungstermin:

18.12.2002

 

Covertext:

 

Ein deutsches U-Boot ist auf Tauchfahrt, als es plötzlich von einer übermächtigen Strömung erfasst und auf den verschollenen Kontinent Caprona getrieben wird. Diese Insel erweist sich als ein reiches und fruchtbares Land, das von seltsamen, furchterregenden Geschöpfen bewohnt ist. Während die Besatzung nach Treibstoff sucht, um das U-Boot wieder auf zu tanken, greifen Dinosaurier und primitive wilde die Crew an. In einem harten Kampf gelingt es den Eingeborenen, eine junge Wissenschaftlerin in ihre Gewalt zu bringen. Ihr Schicksal ist der Tod, wenn nicht das Unmögliche gewagt wird.

 

Kritik:

 

Welchem Fan des phantastischen Films ist der Name Kevin Connor kein Begriff? Trashfilmer und Amicus-Liebling Kevin Connor inszeniert zwei Jahre vor „Caprona – Das vergessene Land“ mit „Die Tür ins Jenseits“ (OT: From Beyond the Grave)sein Debütfilm. Nur wenig später folgten weitere Meilensteine vom Konkurrenten der Hammer-Studios! Nach „Der 6. Kontinent (1976)“, „Caprona 2- Die Rückkehr der Dinosaurier“ (1977) befand sich Regisseur Kevin Connor 1978 mit „Tauchfahrt des Schreckes“ (Warlords of Atlantis) auf dem Höhepunkt seiner Amicus-Karriere. Von nun an Schlug sich Connor mit bekannten TV-Serien (Hart aber Herzlich, USA 1979) herum, bevor er mit kleineren Produktionen wieder zurück zum Trashgenre und Amicus fand.

 

The Land that Time forgot“, so der Originaltitel beginnt mit einer klassischen Erzählerperspektive und der Tatsache, dass ein Seemann die Flaschenpost unseres Helden Bowen Tyler, herausragend gespielt von Doug McClure, findet. Regisseur Connor nimmt sich Zeit und beginnt langsam damit die einzelnen Charaktere einzuführen. Zwar lässt er dabei keine tieferen Einblicke zu, dennoch reicht die Vorstellung unserer Helden um gewissen Sympathien zu entwickeln. Die soll später entscheidend für die Spannung sein.

 

Nachdem unsere Protagonisten sich mit den bösen Deutschen herumschlagen und letztendlich auf deren U-Boot landen, lädt uns der Film das ein oder andere Mal zum Schmunzeln ein. Zwar wirken die Szenen in keinster Weise lächerlich, dennoch so stereotypisch und eher wie ein Kriegsfilm. Connor presst seine Schauspieler in die ach so typischen Vorurteils-Schwimmwesten und schickt Sie in einer beklemmenden Tauchfahrt direkt ins Zentrum von Caprona. Los soll es gehen!

 

Da werden schnell einmal alte Kriegsbeile begraben, damit man kollektiv überleben kann in dieser unwirklichen Welt unter dem Eis. Ja, denn Caprona liegt irgendwo im ewigen Eis und ist eine Art grüne Oase. Sie ist irgendwo im Dinosaurier-Zeitalter stehen geblieben und erhält ihre lebenswichtige Wärme von einem riesigen Vulkan. Zwar passen die Urzeitmenschen, welche unsere Helden bedrängen, fachlich nicht in die Zeit, aber ohne wilde Schergen wäre es wohl langweilig geworden. Die Liebe zum Detail steckt in fast allen Filmsets und so sieht man großzügig über die für heutige Verhältnisse schon antiquiert wirkenden Bluescreen-Aufnahmen hinweg. Da gibt es passende Flora und Fauna, Urzeitungeheuer die ständig durch die Bilder ziehen und schöne wabernde Nebelschwaden. Tja, da bedarf es eigentlich keinen Vulkan mehr um den Zuschauer das Herz zu erwärmen. Sicherlich muss an dieser Stelle erwähnt werden, dass es sich um ein typischen 70er Jahre Trasher handelt und man dieses Genre schon in der Kinder- und Jugendzeit gesehen und geliebt haben muss, um an Kevin Connors Film Gefallen zu finden. Ist dies der Fall, unterhält Caprona ungemein und baut sogar eine richtige Spannungskurve auf! Das Tempo steigt zudem stetig an, untermalt von einen passendem Filmscore.

 

Doug McCloure führt die Schauspieler mit seiner überzeugenden Art an, dicht gefolgt von John McErny, welcher Captain von Schoenvorts ebenfalls tadellos verkörpert. Der Rest der Riege macht seine Sache nicht schlecht, sticht aber nicht wirklich heraus.

 

Das in solch einem Abenteuer die Effekte, neben den einwandfreien Filmsets, ein wesentlicher Bestandteil sind lässt sich nicht leugnen. Und so werden unsere Helden von herrlichen Gummimonstern attackiert, die liebevoll und für den Produktionsstandart aufwendig inszeniert wurden. Da platzen schon das ein oder andere Mal die Hälse von Tyrannosaurus Rex und Co. auf und färben den Dschungelboden blutrot. Man schwebt in purer Nostalgie, welche nur noch von den Effekten in den alten Godzillafilmen übertroffen wird. Für viele schon kein B-Movie mehr, für uns ein B-Movie par excellence!

 

Fazit: spannendes Dinosaurierabenteuer mit tollen Kulissen und putzigen Effekten. Nostalgie pur in traditionellen B-Movie-Stil. Zweifelsfrei einer der besten Filme, welcher die Lost-World Thematik aufgreift!

Qualität:
Härte:

 


DVD

Bild:

 

Das der Film schon einiges an Lenzen auf dem Buckel hat ist klar, dennoch gelingt CMV erstaunliches. Sieht man vom eher matten und farblosen Beginn der DVD ab, wandelt sich das Bild in ein erstaunlich natürliches und kontrastreiches, nachdem unsere Protagonisten mit dem U-Boot in die Arktis einfahren. Zwar sind einige Filmverunreinigungen und Kratzer sichtbar, halten sich aber in akzeptablen Grenzen. Stellenweise waren wir von der sehr guten Schärfe des Bildes angetan, welche allerdings, gerade in dunklen oder sehr hellen Szenen leichte Einbußen hinnehmen muss. Bildrauschen und tlw. recht deutliche Blockbildungen (Hintergründe), bedingt durch die Kompression, trüben den Filmgenuss gerade auf größeren Bildschirmen. Summiert betrachtet ist das Bild für das Alter und die Produktion dennoch mehr als durchschnittlich!

Wertung:

 

Ton:

 

Der Ton ist besser gelungen aber auch hier sind altersbedingt einige Abstriche zumachen. Neben der guten Dialogverständlichkeit bietet die deutsche DD 2.0 Tonspur einiges an ordentlich klingenden Effekten und eine saubere Filmmusik. Geringes Grundrauschen fällt nicht ins sonderlich ins Gewicht. Leider fehlt die räumliche Klangkulisse, welche man heutzutage mehr als gewohnt ist. Die englische Tonspur ist etwas leiser und kraftloser abgemischt. Einige Szenen, welche in der alten dt. Kinofassung fehlten, sind im Originalton enthalten und wurden mit dt. Untertiteln versehen. Gute Mittelklasse!

 

Wertung:

 

Extras:

 

Interessant ist die „alternative Schmalfilmfassung“ welche auf gute 30 min. zu Recht gestutzt wurde und nur den Grundkern des Films enthält. Das „Making of“ enthält einige gute Infos über den Schöpfer des Buches Edgar Rice Burroughs und bietet einige Filmaufnahmen vom Set. Zudem kommt eine schöne Bildergalerie mit vielen Aushangfotos und Postermotiven.

  • Alternative Schmalfilmfassung
  • Umfangreiche Bildergalerie
  • Animierte, interaktive Menüs
  • Optionale codierte Vollbildfassung
  • Making-Of Featurette
  • Filmographien

 Wertung:

 Fazit:

 

   Grundsolide und erstmals ungeschnittene DVD von CMV-Laservision mit schicken Extras und einer guten Bild & Tonqualität!

Wertung:


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