Diary of the Dead


Diary Of The Dead
USA 2007
Regie: George A. Romero
Drehbuch: George A. Romero
Schauspieler: Megan Park als Francine Shane
Shawn Roberts als Tony Ravello
Nick Alachiotis als Fred
Chris Violette als Gordo
Scott Wentworth als Maxwell

Laufzeit: 95 Minuten

„Diary oft he Dead“ und das ist wahrhaftig  Romeros neuer Film. „Every Dead Body get up and kills, the People who killed get up and kills…..“.

Mit richtigen “Hardcore-News” startet Diary of the Dead und George A. Romero setzt gleich zu Beginn auf ein kleines  Goregewitter. Ein Newsteam ist an einem blutigen Schauplatz des Verbrechens angelangt an dem sich eine Familientragödie abspielte. Anscheinend hat ein Familienvater mit Hilfe seiner Schrotflinte erst seiner Frau, dann seinen Söhnen und schlussendlich sich das Licht ausgehaucht. Doch als die Leichen abtransportiert werden sollen, kommt plötzlich Bewegung in die Sache…Die Leichentücher richten sich senkrecht auf und die Toten kommen ins Leben zurück. Voller Hast und Gier auf Menschenfleisch, müssen auch gleich die Sanitäter und Polizisten einen hohen Blutzoll lassen. Die Anspielungen an die Hausräumung aus „Dawn of  the Dead“ sind dem Genrefan unwiderruflich klar. Dabei läuft die Kamera der Nachrichtenkorrespondenten ungezwungen weiter. Romero fängt die erste Konfrontation mit den Untoten im Handycam-Stil ein, ohne dabei mit einer verwackelte Kamera ala „The Blair Witch Projekt“ auf den Sehnerv zu drücken.

So erfrischend es beginnt, kommt auch schon die eigentliche Durststrecke in Romeros neustem Streich. Eine Gruppe Studenten, unter der Leitung des Jungregisseurs Jason Creed, die gerade ein Horrorfilm drehen, bekommen während Ihrer Dreharbeiten im Radio von der Invasion der Untoten mit und beschließen das Set umgehend mit Ihrem Camper zu verlassen.

Hier zieht Romero die ganze Szenerie viel zu ausführlich in die Länge ohne dabei wirklich auf die einzelnen Charaktere einzugehen. Gleich auf dem Heimweg fallen die ersten Zombies auf Sie ein. Irritiert von der neuen und harten Realität beginnt die erste Studentin  den typischen Romero-Selbstmord. Hier seien die Suizide von Dawn, Day und Land oft he Dead zur Sprache gebracht. Die sensiblen Protagonisten kommen einfach mit der Situation nicht zurecht und sehen als einzigen Ausweg  den kalten Lauf eines Gewehres an Ihrer Schläfe. Ab Dato beginnt die eigentliche Flucht der Studenten vor den Heerscharen von Zombies. So kommen die Studenten im Camper auf der Suche nach Benzin an einem  einsamen Bauernhof kurzer Hand unter. Hier greift Romero zurück ins Jahr 1968, denn das Set ähnelt sehr stark der Kulisse von „Night of the Living Dead“, was aber jeden Fan erfreuen dürfte…und so bannen sich die Zombies Ihren Weg in die Scheune. Dort wird auch die erste innovative Goreszene von Romero auf das Gemüt des Zuschauers schlagen, der sich kurzer Hand ein Staunen nicht verkneifen kann.

Romeros bekannte sozialkritische Note kommt auch wieder nicht zu knapp, als offensichtlich eine Gruppe farbiger Bürger, welche zuvor von der Gesellschaft gemieden worden sind zu mächtigen Männern geworden sind. So müssen unsere weißen Protagonisten um eine Tankfüllung Benzin betteln…hier kann man viel interpretieren, aber lassen wir das mal…Der Tank ist voll und die Hetzjagd geht weiter…

Während ihres Videouploads stoßen die Studenten auf Hilferufe aus der gesamten weiten Welt. “Don’t bury dead, first shoot in head.” sinniert eine  japanische Bloggerin auf einem Videoportal. Der Tod geht um die Welt und so freuen sich die Studenten über Ihre Hits den Ihre auf Film gebannten Erlebnisse  im Netz verursachen. Hier verbindet  Romero eindeutig die  Moderne mit dem klassischen Zombiefilm, welches es so bislang noch nicht gab. Kein Hochglanz, keine Adoniskörper und leicht bekleideten jungen Frauen in engen Jeans und bauchfreien Tops spiegeln hier den modernen Horrorfilm wieder. Nein, Romero brilliert hier schlichtweg mit einer Einfachheit, die einfach nur gut ist. Keine hektischen und überdrehten Kamerafahren. Simple Kameraeinstellungen aus der Ego-Perspektive runden hier den Plot ab. Das dieses Stilmittel derzeit einen Boom erlebt ist nicht desto trotz Abrahams Cloverfield zu verdanken, nachdem Blair Witch Projekt schon wieder in Vergessenheit geriet. Anfängliche Vergleiche zu letzeren kann ich neben dem Kamerastil und der Tatsache das es sich um eine Gruppe Studenten handelt nicht nachvollziehen.

Sicherlich ist schlussendlich betrachtet „Diary of the Dead“ nicht der Beste der neuzeitigen Zombiefilme aber einer der innovativsten und spannendsten.  Splatterfans werde im Vergleich zu den Vorgängern aber eher enttäuscht, denn hier gibt’s keine Splatterorgien am Laufband.  Hätte Romero den Film besser komprimiert und mehr Tempo in den Plot gebracht, wäre es sicherlich ein genialer Zombiefilm geworden. Nicht desto trotz ist Diary of the Dead Pflichtprogramm für alle Horrorfans und die, die es noch werden wollen.

Übrigens wer genau hinschaut kann George A. Romero in einer Cameorolle wiedererkennen... 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

   

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