Cannibal Ferox (Limited Ultrabit Edition)


Produktion: Italien 1981
Originaltitel:
Cannibal Ferox
Genre: Horror
Regie: Umberto Lenzi
Darsteller:

Giovanni Lombardo Radice als Mike Logan
Lorraine De Selle als Gloria Davis
Danilo Mattei als Rudy Davis
Zora Kerova als Pat Johnson
Walter Lucchini als Joe Costolani
Fiamma Maglione als Myrna Stenn
Robert Kerman als Lt. Rizzo
John Bartha als Brooklyn Mobster
Venantino Venantini als Sgt. Ross
....

Länge:
ca. 89 min
Bild: 1,85:1 (anamorph / 16:9)
Ton:

Englisch (Dolby Digital 2.0 Stereo)
Deutsch (Dolby Digital 2.0 Mono)

Code: 2
Extras: s.u.
Sprachen englisch, deutsch
Freigabe: 18 (indiziert)
Untertitel: Deutsch, Englisch, Finnisch, Niederländisch, Schwedisch
   
Label:

Sazuma

Veröffentlichung: 12. Januar 2004
 

Covertext:

A New York grad student and anthropologist Gloria, her brother Rudy, and their friend Pat, travel to a remote part of the Amazon jungle to find and disapprove the local theory of cannibalism among the local tribes when they run into something far worse: a cruel and sadistic, streetwise drug dealer, named Mike Lawson, and his partner, Joe, hiding out in the jungle from murder and drug-dealing charges in back in New York and whom are presently using the docile natives to mine for emeralds and harvest cocca. When the crazed Lawson kills a few natives, including the daughter of the chief, just for his sadistic enjoyment, the warriors turn against their masters and subject the two dealers and three grad students to the most horrific torture and murder for their crimes using their own harsh law of the jungle.

Menüscreenshot:

Kritik:

Cannibal Ferox aka "Die Rache der Kannibalen" ist neben "Cannibal Holocaust" wohl der beste Vertreter der umstrittenen 80er Jahre Kannibalenfilme. Was hier dem Zuschauer an physischer Gewalt um die Ohren geknallt wird ist die Spitze des italienischen Gore-Eisbergs und noch um einiges herber, als es in Zombiefilmen zur Sache geht. Dementsprechend verhalten waren auch die deutschen Zensurbehörden und beschlagnahmten "Cannibal Ferox" kurzerhand. Auch die Neuveröffentlichungen auf DVD wurden wieder eingezogen. Eigentlich kein Wunder bei "Cannibal Ferox", da man dem Film seinen menschenverachtenden Plot nicht ganz abstreiten kann und bei der Fülle, wirklich herber Goreeffekte, war die Beschlagnahme unumgänglich.

Aber was hat dieser Film, der damit wirbt, dass er mittlerweile in 31 Ländern der Welt verboten ist? Sicherlich ist "Cannibal Ferox" wohl einer der härtesten westlichen Filme, die dem Zuschauer vorgesetzt wurden. Alleine der Ruf des Kannibalen-Films als dunkles Subgenre vom Horrorfilm, wartet mit werbenden Vorurteilen auf. Doch kann dieser Gewaltvoyeurismus auch filmtechnisch standhalten?

Keine Frage, bedient sich Cannibal Ferox dem Plot seines Vorgängers "Cannibal Holocaust" der ein Jahr zuvor (1980) Schlagzeilen machte. Die Story ist dünn, sehr dünn und so sind letztendlich die sehr gut gelungenen Splattereffekte der eigentliche Aushänger von Lenzis Kannibalenschocker. Dessen bewusst, wurde sein nächster Film "Mangiativ Vivi" auch deutlich stärker was den Plot betrifft. So wüten die Protagonisten in "Cannibal Ferox", wie mit dem typischen Verhalten des "bösen weißen Mannes" der den Eingeborenen den Lebensraum strittig macht und mordend und vergewaltigend in Ihre Zivilisation einfällt. Das hier leichte sozialkritische Tendenzen interpretierbar sind lässt sich nicht leugnen, dennoch sollte hier nicht zuviel interpretiert werden.

Lenzi selbst sieht seinen Film als Provokation an, zugleich aber auch als wichtigen Beitrag über den Kannibalismus und beschert dem Zuschauer ein Kannibalenexploiter, der wohl dem normalen Horrorfan eine Spur zu wüst, ja gar pervers, erscheinen mag. Leider wartet Lenzis Film auch mit den leidigen "Tiersnuff"-Szenen auf und so mussten einige friedliche Tiere für den Film ihr Leben lassen. Das dies absolut indiskutabel ist, steht außer Frage und jeder Filmfan kann auf diese grausamen Szenen verzichten. Schließlich handelt es sich ja um einen Spielfilm und nicht um eine überflüssige Pseudomondodokumentation. Hier ist auch eigentlich der einzige Kritikpunkt neben dem dünnen Plot. Allerdings muss gesagt werden, dass die Protagonisten sich weigerten die Tiere zu töten. So wurde jemand vom kolumbianischen Militär, die das Filmteam im Dschungel schützen sollten, angeheuert um das Tier zu töten.

Ansonsten ist Cannibal Ferox ein gut gefilmter und perfekt in Szene gesetzter "Kannibalenschocker" mit überzeugenden Protagonisten und guter Kulisse. Zwar wird von vielen Kritikern den Darstellern Talentfreiheit unterstellt, doch ich behaupte das Gegenteil. Das schauspielerische Engagement ist bei allen Schauspielern sehr hoch und dementsprechend überzeugend sind auch die einzelnen Charakterdarstellungen. Selbstverständlich kommen die Darsteller nicht an das Niveau von Hollywoodgrößen heran, aber das wird auch nicht benötigt. Allen schauspielerisch voraus ist Giovanni Lombardo, der auch schon in "Cannibal Holocaust" mit von der Partie war.

Die Film-Spannung hält sich im überschaubaren Rahmen. Die Szenen der Menschenjagd sind spannend inszeniert, doch bleiben die typischen Spannungsschockeffekte, wie wir sie aus Zombiefilmen kennen aus. Vielmehr die extremen Splattereffekte drücken die Pulsfrequenz in den ungesunden Bereich. Die ist allerdings typisch für den Kannibalenfilm und von daher kann es nicht wirklich als Kritikpunkt angesehen werden.

Berücksichtigen wir, dass es bislang noch nicht zu 100% geklärt worden ist, ob es wirklich kannibalistische Stämme im Amazonasgebiet gibt, so wird unsere Phantasie von "Cannibal Ferox" doch schon geweitet. Und Beweise von Kannibalismus gibt es seit kürzester Zeit auch aus Deutschland. Beachtet man diesen historischen Kontext so wirkt "Cannibal Ferox" gleich um einiges abschreckender. So wirken die wilden Stämme aus dem Amazonasgebiet schon sehr befremdend aus die westliche Welt und das macht die Klasse der Kannibalenfilme aus. So sitzen wir, anders als bei Filmen wie z.B. "The New York Ripper", in entfernter Sicherheit ohne einen Gedanken daran zu verlieren, dass wir in unserem nächsten Urlaub von Kannibalen dezimiert werden. Somit betrachten wir ähnlich wie beim Zombiefilm den Plot distanzierter als z.B. beim Slasherfilm, denn Psychopaten könnten überall lauern. Ein Zombie oder ein Kannibalen trifft man halt nicht an jeder Straßenecke. Unter diesem Aspekt, verliert der Kannibalenfilm sicherlich an Härte, doch welcher Zuschauer betrachtet dies? Angst vor Kannibalen wird wohl nicht geschürt und so bleibt wohl einzig und alleine Steven Spielbergs "Der weiße Hai" als filmisch nachweisbarer Angstauslöser.

Letztendlich betrachtet ist Lenzis "Cannibal Ferox" ein Explointationtrasher der besten Sorte, der allerdings nur Fans des typischen 80er Jahre Italohorrorfilmes überzeugen wird. Die anderen Filmfans werden wohl kein Gefallen an "Cannibal Ferox" finden und den Film unbegründet als schlecht abstempeln. Persönlich finde ich "Cannibal Ferox" auch heutzutage noch sehr gut, obwohl die Kannibalen-Thematik nicht wirklich brauchbar mehr verfilmt wurde.

Fazit: neben "Cannibal Holocaust" der beste Kannibalenfilm, jedoch um einiges reißerischer!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bewertung Film (max. 10 Punkte)

Qualität:
Härte:


DVD:

Bild

Durch die Re-Masterung in Ultrabit, der höchsten Bitrate, welche auf eine DVD 9 gepresst werden kann, erfährt dieser doch schon betagte Film eine optimale Qualität, die uns so bislang noch nicht unter die Augen gekommen ist. Das Bild ist nahezu perfekt, der Kontrast ist tadellos, das Bild wirkt lebendig und kraftvoll. Die Schärfe ist einwandfrei. Bildfehler sind fast nicht auszumachen und auch das Hintergrundrauschen reduziert sich auf ein fast nicht mehr wahrnehmbares Minimum.

Bewertung:

Ton:

Die interessante deutsche Tonspur der Sazuma DVD ist leider nicht so gut gelungen wie die englische Tonspur. Da hier statt einer optimierten Stereotonspur nur eine Monospur vorliegt, die dementsprechend Centerlastig und undynamisch ausfällt. Dazu ist der Ton einwenig zu laut abgemischt. An der englischen Tonspur gibt es keine Makel, der Ton wirkt dynamisch und der Soundtrack kommt kraftvoll rüber. Es kann sich eine schöne Dschungelakkustikkulisse aufbauen, die durch einige eingebaute Surroundeffekte produziert wird. Tonfehler sind nicht auszumachen und der Ton ist bis auf kleine Passagen rauschfrei.

Hier ist deutlich die englische Tonspur zu empfehlen!

Bewertung:

Sonderausstattung:

- US-Trailer
- Deutscher Trailer
- Italienischer Trailer
- Filmografie von Umberto Lenzi
- 8 Postkarten (Deutsche Aushangfotos)
- Gutschein für eine portofreie Lieferung im Sazuma-Online-Shop

Bewertung:

Besonderheiten Verpackung:

Erscheint in einer auf 3333 Stück limitierten Tin Box.

Gesamtbewertung DVD :

Eine einwandfreie DVD-Veröffentlichung von Sazuma und die bislang weltweit beste Fassung von Cannibal Ferox

Wir bedanken uns herzlich bei der Firma Sazuma für das Rezensionsexemplar!

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