Let Sleeping Corpses Lie (Anchor Bay Tin)


Produktion: Italien, Spanien 1974

 

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Originaltitel:
Non si deve profanare il sonno dei morti
Genre: Horror
Regie: Jorge Grau
Darsteller:

Cristina Galbó als Edna (als Christine Galbo)
Ray Lovelock als George
Arthur Kennedy als The Inspector
Aldo Massasso als Kinsey
Georgio Trestini als Craig
Roberto Posse als Benson
José Lifante als Martin (as Jose Ruiz Lifante)
Jeannine Mestre als Katie
Gengher Gatti als Keith
Fernando Hilbeck als Guthrie
Vera Drudi als Mary
Vicente Vega als Dr. Duffield
Francisco Sanz als Perkins
Paul Benson als Wood
Anita Colby als Nurse

Länge:
89 Min.
Bild: Anamorphic Widescreen 1.85:1
Ton:

Dolby Digital 5.1 in Englisch

Code: 1
Extras: s.u.
Sprachen Englisch
Freigabe: unrated
Untertitel: -
   
Label:

Anchor Bay

Veröffentlichung: 24.10.2000
 

Covertext:

"Two traveling companions, George (Ray Lovelock) and Edna Simon (Christine Galbo), come across a small town infested with the "living dead" that are satisfying their cannibalistic hunger on anyone they come across. Discovering that an agricultural machine using radiation waves is at the root of all the havoc, George and Edna fight or survival and their innocence as they are pursued by a relentless detective who is convinced they are responsible for the ghoulish acts of violence plaguing the countryside. All this leads to a gruesome showdown at the Manchester Morgue - an ending that knots a horrifying twist in the lives of all involved!"

 

Kritik:

Und hier haben wir ihn: "Let Sleeping Corpses Lie" bei uns unter dem Titel "Das Leichenhaus der Lebenden Toten" erschienen, den wohl ungewöhnlichsten Zombiefilm aus Europa. Hier wird nicht einfach stupide herumgemetzelt wie wir es aus dutzend Genrevertretern kennen, nein der Film hat einen wirklich starken Plot. Und wer meint George A. Romero hätte mit "Dawn of the Dead" den ersten gesellschaftskritischen Horrorfilm, hier besser gesagt Zombiefilm, gedreht der irrt. Jorge Grau schuf mit "Let Sleeping Corpses Lie" einen Filmbeitrag der ohne ironische Untertöne, Kritik zur Umweltverschmutzung der heutigen Welt aufzeigt. Bereits in den ersten 5 Minunten wird einem bewußt worauf es Jorge Grau angelegt hat. Wir sehen lauter keine "Michael Jacksons" die mit Mundschutz durch die Städte laufen und qualmende Schornsteine, Müllberge, kurz das offen sichtbare Ausmaß der Umweltverschmutzung.

Tja, da kann man doch gleich einen Horrorfilm draus machen, dachte sich wohl auch Jorge Grau. Jedoch erfand er dazu noch überdimensionale Strahler in Form von modifizierten Mähdräschern, die mit ihren radioaktiven Strahlen nicht nur das Ungeziefer vernichten, in dem sie es gegeneinander aufstacheln, nein auch andere Lebewesen sollten die Strahlung spüren. Was natürlich niemand der Wissenschaftler für möglich gehalten hätte. "Don´t open the Window" so hies schon der Filmtitel in Amerika und die Warnung wird einem spätenstens nach der ersten Untotenattacke bewusst.

Wir werden herausgerissen aus dem stressigen und verpesteten Großstadt-Alltag und tauchen ein, in die ländliche Gegend, irgendwo um London oder einer ähnlichen Großstadt herum.

So friedlich wie die Landschaft daher kommt, so still wie der Bach sich durch das Tal schlängelt, da hätte Edna niemals an so etwas grauenvolles gedacht. Die erste Konfrontation mit den Wesen, die durch radioaktive Strahlung wiederauferstanden sind geschieht. In perfekt inszenierten Bildern lässt Jorge Grau den ersten Untoten auf Edna los. Die Stimmung ist dabei so grandios eingefangen, dass es einem richtig schaudert. Was auch an den Make-Up´s liegt, die aber jetzt nicht sonderlich spektakulär wie z.B. in "Die Rückkehr der Zombies" ausgefallen sind, sondern sich vielmehr perfekt in die Atmosphäre des Filmes integrieren lassen.

Natürlich schenkt niemand Edna Glauben und man hält sie für verrückt. Dies wird auch schnell ihrem Begleiter zum Verhängnis, der merkt, dass es letztendlich doch Untote gibt, die mordend durch die Gegend ziehen und die Polizei schliesslich ihn für den Mörder hält. Auf der Jagd nach dem Beweiß für die Polizei begeben sich die Protagonisten in turbulente Gefahren. Ihr merkt, hier gibt es einen richtig festen Plot, der sich linear durch den Film zieht. Dies trägt insbesondere zur Spannung, ja richtig zum Mitfiebern bei.

Durch die sehr gelungende Locationauswahl bekommt der Film seinen besonderen Flair. Der Streifen wurde auf den Britischen Inseln gedreht, was wohl jeder der schon einmal dort gewesen ist feststellen kann. Die verlassenen Täler und kargen Landschaften, schaffen den idealen Platz für einen Horrorfilm. Aber das Highlight ist der Friedhof der auch "Das Leichenhaus der Lebenden Toten", so der deutsche Filmtitel, beherbergt. Hier hat Jorge Grau eine gruselige Atmosphäre geschaffen die in Zombiefilmen wohl ihresgleichen sucht. Durch das britische Ambiente, fängt sich der Film ein gewisses Hammer-Produktions-Flair ein. Viele Elemente weisen zumindest Parallelen auf, was auf die Landschaften und die Atmosphäre zutrifft.

Untermalt wird der Film von einem sehr passendem Score und gut plazierten Soundeffekten, welche die gruselige Stimmung noch mehr unterstreichen.

Die Goreszenen die nicht gerade vereinzelt auftreten haben es in sich. Hier ist der italienische Maestro des Gore "Gianetto de Rossi" für die sehr gelungenen Effekte verantwortlich, die auch 32 Jahre nach ihrer Produktion nicht ihre schockierende Wirkung verfehlen. Gerade diese sind dafür verantwortlich das der Film in Deutschland beschlagnahmt wurde. Die Szenen sind passend in den Film eingebunden, allerdings hätte der Film ebenso ohne, oder nur mit angedeuteten Szenen, genauso stark gepunktet. Hier macht Jorge Grau den ersten Schritt in Richtung Splatter, was den Zombiefilm betrifft. Mir ist zumindest kein Streifen bekannt der ähnlich oder härtere Effekte aufweist.

Beachtet man, dass der Film nach "Night of the Living Dead" und vor dem großen "Dawn of the Dead", der viele Plagiate nach sich zog, gedreht wurde, wird einem erst die Qualität des Filmes bewußt. Wir haben es hier mit einem der besten italienischen Zombiefilme zu tun. Meiner Meinung nach wird dieser nur noch von Lucio Fulci´s "Woodoo - Schreckensinsel der Zombies" übertroffen. Jorge Grau bastelt vielmehr Elemente aus Romeros "Night of the Living Dead" in seinen Streifen ein und verlieh ihm mit seiner sozialkritischen Note in Hinsicht auf die Umweltverschmutzungen, das gewisse etwas. Auffällig sind zumindest einige Kameraeinstellungen die einigen aus "Night of the Living Dead" stark ähneln.

Wer glaubt es gibt keine Plot-starken Zombiefilme der irrt. "Let the Sleeping Corpses Lie" beweist das Gegenteil. Falls ihr den Film noch nicht kennt unbedingt anschauen. Allerdings wird es schwierig an den Titel zu kommen da alle Veröffentlichungen "Out of Print" sind.

Fazit: Exzellenter Zombiefilm mit gruseliger Atmosphäre der mit erhobenen Zeigefinger auf die Umweltverschmutzungen aufmerksam macht. (Vielleicht mal was für den Schuluntericht... ;-))

 

 

 

 

 

Bewertung Film (max. 10 Punkte)

Qualität:

Härte:


DVD:

Bild

Das Bild präsentiert sich für einen so alten Film tadellos. Hier merken wir das die RC 1 DVD´s speziell von Anchor Bay in Sachen Remastering die Nase vorn haben. Zwar sind einige Filter erkennbar, dennoch ist das Bild meist scharf und mit satten Farben versehen, was auch die Screenhots erkennen lassen. Blockrauschen und sonstige Bildfehler sowie Verunreinigungen habe ich nicht ausmachen können. Der Kontrast ist tadelos.

Bewertung:

Ton:

Der Ton ist wie das Bild, wenn man das Alter des Films betrachtet tadellos. Die Dolby Digital Spur wurde gut abgemischt, dennoch übertrumpft der Score die Soundeffekte was den Einsatz der Rear-Speaker angeht. Allerdings kommen diese keinesfalls zu kurz, jedoch in keinster Weise mit heutigen Titeln vergleichbar. Die Stimmen kommen klar und verständlich, allerdings einwenig zu leise abgemischt aus dem Center. Selbst der Subwoofer kommt in einigen Szenen zum Einsatz. Mehr kann einfach nicht erwartet werden!

 

Bewertung:

Sonderausstattung:

- Interview mit dem Regisseur
- TV Spot
- Radio Spots
- Fotogallerie
- Posterkarten
- Toe Tag
- 24-seitiges Booklet

Klasse Specials, allerdings fehlen die Kinotrailer! Hier hätte man den genialen deutschen Trailer mit draufpacken können.

Bewertung:


Besonderheiten Verpackung:

Die DVD befindet sich in einer auf 5000 Stück limitierten und einzeln durchnummerierten Tin-Box!

Gesamtbewertung DVD :

Ein echtes Sammlerstück und die wohl begehrteste Tin Box des US Labels Anchor Bay. Bild, Ton und Extras überzeugen jeden Sammler und Fan. Aufgrund der Limitierung gebe ich statt 4 Sternen, 5 Sterne!

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